Text kleiner Schrift kleiner     Text größer Schrift größer

   Sehenswertes und Geschichte



 

"Urspring am 20. September 1789
Bester Bruder! ... Süßen ist ein trefflicher Ort und liegt in einer paradiesischen Gegend; denn man sieht die herrlichsten Obstgärten, Wiesen, treffliche Wälder, auf der Nordseite 3 Schlösser und eine Menge fruchtbarer Äcker, die zum Teil noch mit den reichsten Früchten bedeckt dastanden... Überhaupt das Tal ist ein gesegnetes Land und eine wahre Schatzkammer Ulms... Dein aufrichtiger Bruder Michael"

aus: Walter Ziegler, Von Siezun bis Süßen. Ein Streifzug durch 900 Jahre.

 



Historischer Stadtrundgang durch Süßen

 

 

Die Broschüre Historischer Stadtrundgang durch Süßen
entstand auf Initiative der Arbeitsgruppe "Verkehr" der Lokalen Agenda.
Umgesetzt wurde der Rundgang gemeinsam mit der Stadt Süßen und dem Stadtarchiv.

Der Weg führt Sie entlang der beschilderten Gebäude durch das historische Süßen.
Immer wieder stößt man dabei auch auf einige Skulpturen, die das Stadtbild mitgestalten.

Die Broschüre erhalten Sie im Rathaus und im Kulturhaus.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Erkunden der Geschichte unserer Stadt!



Themenbezogene Stadtführungen

Tauchen Sie ein in Süßens Geschichte!

Seit einiger Zeit laden Informationstafeln an historischen Gebäuden sowie die interessante Broschüre "Historischer Stadtrundgang durch Süßen" zu einem abwechslungsreichen Rundgang durch Süßens Vergangenheit ein.

Ergänzend dazu bietet das Stadtarchiv nun in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda regelmäßig Stadtführungen zu bestimmten Themen an.



Stolpersteine in Süßen

- Eine Aktion zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus -

Die "Stolpersteine" des Künstlers Gunter Demnig sollen an die Opfer des Nationalsozialismus (Jüdische Bürger, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, religiös Verfolgte oder Euthanasieopfer) erinnern.

Dazu werden Betonwürfel angefertigt, die mit einer Messingplatte abschließen, auf der die Lebensdaten der Betroffenen eingraviert werden. Die Steine werden auf öffentlichen Gehwegen, jeweils vor der letzten selbstgewählten Wohnadresse in den Boden eingelassen.

Auch Süßen hat sich an dieser Aktion beteiligt:

Die Famlien Lang, Baer und Metzger aus Süßen wurden am 28.11.1941 deportiert. Sie alle kamen in ein Lager in der Nähe von Riga. Falk Sahm kam im August 1942 aus dem jüdischen Altersheim in Herrlingen nach Theresienstadt und von dort nach Malny Trostinec, wo er am 28. August 1942 ermordet wurde.

Von insgesamt 16 Juden, die aus Süßen deportiert wurden, überlebten nur drei.

Am 16. Februar 2008 wurden die 13 Steine vor dem Gebäude Hauptstraße 45 eingesetzt.

Dort wohnten die Familien Lang, Baer, Metzger und Herr Sahm gemeinsam bis sie deportiert wurden.

Wer die Steine im Vorübergehen sieht, soll im Geiste "darüber stolpern", kurz innehalten und die Gravur lesen. Die Steine sollen Zeichen der Erinnerung sein und die Opfer in der Gegenwart präsent machen.

Ein besonderer Dank geht an die Paten, die die Kosten der 13 Steine übernommen haben.

 

 


Gunter Demnig bei der Verlegung am 16.02.08



Die Stolpersteine sind ein wichtiges Zeichen für die Nachfahren der Opfer. Es zeigt ihnen, dass das Andenken an ihre ermordeten Famlienangehörigen weitergeht und vor allem, dass sich auch die junge Generation weiter erinnern will.

Herr Hugo Lang - ein Überlebender der Deportation aus Süßen, er lebt inzwischen in den USA - schrieb zum Stolperstein-Projekt diesen Brief.

Lesen Sie hier die Presseberichte, die über die Verlegung der Stolpersteine erschienen sind:

NWZ und GZ am 14.02.2008                NWZ am 18.02.2008

Gunter Demnig setzt seine "Stolpersteine" an zahlreichen Orten ein.

Seine Homepage: www.stolpersteine.com